
Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit - der Friesenhof Steinberg öffnete seine Pforten und präsentierte bei einem Tag der offenen Tür ein vielfältiges Show-Programm aus Reit- und Fahrvorführungen.
Obwohl das Wetter gelinde gesagt sehr durchwachsen war, erlebten die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Atemberaubende Spannung erzeugte Thomas Wall mit der Ungarischen Post, als die beiden Friesenstuten Jolina und Ronja fanden, sie wären jetzt lieber nicht hier und galoppierend das Feld verließen. Glücklicherweise gelang es Thomas Wall, die Stuten laufen zu lassen und die beiden Wallache soweit zu beruhigen, dass er mit ihnen in einer spannenden Kür sein Können zeigen konnte. Das tat auch seine neunjährige Tochter auf ihrem Welsh-Pony beim Springen über Hindernisse, die für ein so kleines Pferd schon ganz schön hoch waren. Auf ganz andere Art beeindrucke Marliese Janßen bei einer Dressur mit Zorro C. Ihr romantisches, langes, weißes Kleid bildete einen starken Kontrast zu der wilden Schönheit des Friesenhengstes. Auch bei einer Dressur mit seinen Söhnen Robyn und Thiemo (?) machte der Hengst eine sehr gute Figur. Die Gruppe Los Amigos del Caballo Iberico zeigte auf wunderschönen spanischen Pferden neben eleganter Reitkunst und spanischer Arbeitsreiterei (Doma Vaquera) insbesondere spanisches Temperament und Lebensfreude. Die Ostseequadrille und die Quadrille Fatale bewiesen mit Friesen, spanischen Pferden und Tinkern, dass eine Gruppe auch etwas gemeinsam auf die Beine stellen kann, wenn die einzelnen Mitglieder aus völlig verschiedenen Bundesländern kommen und sich nicht mal eben einmal wöchentlich abends treffen können. Klassisch-barocke Reitkunst, Bodenarbeit und Arbeit am langen Zügel, eine Vorführung der Mittelaltertruppe Bogo Crustis im Bogenschießen vom Boden, aus dem selbstgebauten Holzkarren und vom Pferd aus sowie eine Fahrvorführung mit zwei Tinkern und zwei eleganten Kutschen rundeten das Show-Programm ab.
Ich habe gelernt, dass es ganz schön anstrengend ist, drei Stunden wirklich durchzufotografieren, dass mein Autofokus sich von dicken Regentropfen ablenken lässt und dass mein Objektiv, dass ich wegen seiner Flexibilität so liebe (es hat einen Brennweitenbereich von 28 bis 300 Millimetern und ist dabei klein und handlich und wiegt fast nichts), doch etwas Probleme mit der Schärfe hat. Außerdem muss ich mir überlegen, wie ich gleichzeitig Namen notieren und fotografieren kann, denn es stört doch etwas, wenn man hinterher nicht weiß, wen man da eigentlich fotografiert hat... Falls sich jemand wieder entdeckt und mir seinen Namen und vielleicht auch den seines Pferde verraten möchte, wäre ich für eine Mail sehr dankbar ;-)
Mein achtjähriger Sohn, der natürlich auch mit dabei war, hat mit Hilfe der an der Naschbude erstandenen Süßigkeiten auch die Ausdauer aufgebracht, dem gesamten Programm zu folgen - es muss also wirklich gut gewesen sein. Vielen Dank an Marliese Janßen, die mit ihren vielen Helfern und den vielen hochkarätigen Akteuren ein wunderschönes, abwechslungsreiches, spannendes, faszinierendes, zum Träumen anregendes Programm zusammengestellt hat. Wir freuen uns auf nächstes Jahr.

Zaungäste ;-)



















In meiner Galerie sind noch viel mehr Fotos zu finden: unter Galerie/Säugetiere/Pferde und unter Galerie/Szenen, Reportage/Pferdevorführungen. Viel Spaß beim Anschauen und Aussuchen ;-)






















